Eine ungemütliche Vorstellung: Man ist im Ausland, ob im Urlaub oder geschäftlich unterwegs, hat sich verlaufen und braucht Hilfe, um wieder ins Hotel zu finden. Die direkteste Methode wäre natürlich Einheimische nach der Richtung zu befragen, aber insbesondere im Ausland bedarf es einiges an Überwindung Fremde anzusprechen.
Dabei muss das gar nicht sein. In vielen Urlaubsländern ist der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle und ein festes Standbein für die lokale Wirtschaft. Entsprechend hilfsbereit sind die Einheimischen oft, wenn es darum geht Besuchern weiterzuhelfen, schließlich hat man einen Ruf als Gastgeber zu verlieren.
Wenn Sie einen Einheimischen ansprechen möchten, stellt sich natürlich zuerst die Frage, welche Sprache man benutzt. Vermeiden Sie auf jeden Fall, direkt in Deutsch zu beginnen. Dies wirkt fordernd und arrogant und, selbst wenn Ihr Gegenüber Deutsch versteht, hinterlässt dies keinen guten Ersteindruck.
Wesentlich besser ist es sich der Landessprache zu bedienen. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass Sie mehr als einige Worte beherrschen, aber schon eine Hand voll („Entschuldigung“, „Hallo“, „Bitte“, „Danke“, „Tschüss“) reichen aus, um ein Gespräch zu eröffnen und ein positives Gesprächsklima aufzubauen. Es ist überhaupt kein Problem, wenn Sie ein wenig unbeholfen in der Aussprache wirken, im Gegenteil, es geht eher darum, dass Sie sich ehrlich bemühen. Da Ihnen diese wenigen Worte in einem fremden Land auch ansonsten gute Dienste leisten, lohnt es sich auf jeden Fall sie sich vor Reiseantritt einzuprägen.
Wenn Sie keine weiteren Kenntnisse in der Landessprache haben, können Sie anschließend vorsichtig mit „Do you speak English?“ oder „Sprechen Sie Deutsch?“ nachfragen, ob eine weitere Kommunikation möglich ist. Aber auch wenn nicht ist dennoch ein kurzes „Dankeschön“ in Landessprache angebracht.

